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Bönnigheimer Juniorfirma Hakko unter den 4. Siegern des LandeswettbewerbsWie am 15. Mai in der BZ berichtet, ist die Juniorfirma Hören mit Hakko vom Alfred-Amann-Gymnasium Bönnigheim überraschend zum diesjährigen Landeswettbewerb am 18. Mai zugelassen worden. Das war quasi ein Start von null auf hundert, denn am AAG stellt der Hörbuchproduzent Hakko, zusammen mit den Mitschülern von Cayos, die bekanntermaßen Frustkiller vertreiben, die ersten Schülerfirmen.
Gut vorbereitet, aber mit einer gehörigen Portion Respekt vor den Konkurrenten aus allen Landesteilen Baden-Württembergs, startete die Belegschaft von Hakko samt ihrer Wirtschaftslehrerin und Schulpatin Christina Bayer nach Stuttgart ins Neue Schloss, in dessen gediegenem Ambiente der Wettbewerb stattfand. Dass die Hakkos nicht alleine aufgeregt waren, zeigte sich schon beim Aufbau der Firmenstände im Foyer: Ganze Anhängerladungen mit Equipment wurden verbaut und letzte Korrekturen am Outfit der Firmenrepräsentanten vollendet, schließlich zählt die "Corporate Idendity" heutzutage viel.
In den Grußworten von Ministerialdirigenten aus dem Wirtschafts- und Kultusministerium und den Veranstaltern von JUNIOR wurde die große Bedeutung des Projekts für die ökonomische Allgemeinbildung, aber auch für die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft betont, wobei der Bezug zur gegenwärtigen ökonomischen Krise nicht ausblieb.
Eine hochkarätig besetzte und erfahrene Jury mit Johannes Krumme (Verband Südwestmetall), Werner Bader (Heidelberger Druckmaschinen AG ) und Thomas Schenk, (Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg) begann danach ihre nach eigener Darstellung nicht einfache Arbeit, zu der die Bewertung der Firmenstände, der dort gegebenen Interviews zur Geschäftstätigkeit, einer 5-minütigen Bühnenpräsentation vor allen Teilnehmern und Gästen und die unternehmerische Gesamtleistung im Projekt gehörte.
Dann traf man sich zur Verkündung der Sieger wieder und mit steigender Anspannung im Plenum: Landessieger und baldiger Teilnehmer am Bundeswettbewerb in Berlin wurde die Firma EnerXchange (Agentur für Energieberatung, Otto-Hahn-Gymnasium Ostfildern), baendley (Herstellung von Parteibändern für Mannschaftssportarten, R.-Wagner-Gymnasium Baden-Baden) belegte den zweiten und ramtake boards (Herstellung und Vermarktung von Longboards, Gymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd) den dritten Platz. Ausschlag gebend waren für die Jury besonders die Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit der Geschäftsideen.
Die Juroren wurden jedoch gar nicht müde zu betonen, dass auch die nicht mehr platzierten sieben anderen Firmen Großartiges geleistet haben und stolz auf ihre Unternehmen sein können. Baden-Württemberg habe nicht nur bundesweit die meisten Juniorfirmen im Vergleich zur Gesamtschülerzahl, sondern seit Jahren steige das Niveau der Juniorfirmen ständig: "Andere behaupten, sie wollten vorne sein, wir sind es!", ließ ein Vertreter des Kultusministeriums mit einer unmissverständlichen Anspielung Richtung Bayern selbstbewusst verlauten. Auch die Schulpaten, die Initiatoren und Motivatoren in den Schulen, wurden beim allgemeinen Lob nicht vergessen. Der tosende Beifall der Schüler für ihre auf die Bühne gebetenen Lehrer tat diesen sichtlich gut.
Die Bönnigheimer Hakkos waren dabei und dürfen gemeinsam mit den sieben anderen, nicht platzierten Firmen, sozusagen den 4. Platz beanspruchen und damit das mehr als berechtigte Lob für eine besondere Leistung. Sieger auf der ganzen Linie! Auch ein Zertifikat über die Teilnahme wurde allen ausgehändigt. Dies gilt allgemein als wichtiger Türöffner bei Bewerbungen.
Alle Beteiligten haben aus und mit dem Landeswettbewerb in vielfältiger Weise gelernt. Für das Alfred-Amann-Gymnasium hat dies die Folge, dass auch im nächsten Schuljahr Schülerfirmen gegründet werden können. Eine große Anzahl Schüler hat sich bereits für den geplanten Kurs angemeldet. In diesen kann man am AAG nun schon eine gute Portion Erfahrung mitbringen.
Christina Bayer (Lehrerin)