jugend trainiert

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Vor 50 Jahren wurde der Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ aus der Taufe gehoben. Nach der Sommerolympiade 1968 in Mexiko und mit Blick auf die bevorstehenden Olympischen Spiele 1972 in München machte es eine Kooperation von deutscher Wirtschaft und den Kultusbehörden möglich, dass in einigen Sportarten die Schulmannschaften gegeneinander antraten. Inzwischen sind 18 Sportarten beim weltweit größten Schulsportevent mit von der Partie und gibt den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, im normalen Schulalltag die Farben ihrer Schule auf Kreis-, Landes- bis hin auf Bundesebene zu vertreten.
Traditionell beteiligt sich das Alfred-Amann-Gymnasium in verschiedenen Sportarten am Wettbewerb.


Der Schulsport gibt ein Lebenszeichen!

In den vergangenen sechs Monaten war es für den Sport allgemein und für den Schulsport im speziellen sehr schwierig gewesen, dem Bewegungsdrang insbesondere der jüngeren Jahrgänge gerecht zu werden. Aber auch die Jugendlichen der höheren Klassen spürten die Auswirkungen der Pandemie und der damit verbundenen Auflagen und Regeln im schulischen Alltag.

Der weltweit größte Schulsportwettbewerb “Jugend trainiert” für Olympia & Paralympics ist 2020 gänzlich ausgefallen. Nahezu alle Kreis-, Bezirks- und Landesfinalveranstaltungen wurden abgesagt, die Bundesfinalveranstaltungen im Frühjahr und Herbst fielen dem Coronavirus zum Opfer – und das im 50. Jubiläumsjahr. Für alle Beteiligten, dazu gehören natürlich die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, die Sportlehrkräfte, die unterstützenden Sportverbände sowie die Sponsoren ist die bisherige Entwicklung eine bittere Stunde im außerunterrichtlichem Schulsport.

Nun gibt der Schulsport ein Lebenszeichen: Am 30. September findet ein bundesweiter Aktionstag statt, zu dem sich inzwischen rund 1.300 Schulen mit fast einer Viertelmillion Schülerinnen und Schüler beteiligen. Selbst initiierte Bewegungsprogramme und Sportaufgaben werden im Klassenverband, in der Regel im regulären Sportunterricht, durchgeführt. „Ein Zeichen für den Sport, ein Zeichen, dass Bewegung ein unverzichtbarer Bestandteil im schulischen Alltag ist und sein muss. Trotz Corona lebt der Sport mit all seinen vielseitigen Facetten und Stärken“, freut sich Christian Efler, Vorsitzender der Fachschaft Sport am Alfred-Amann-Gymnasium Bönnigheim, über die positive Resonanz auch in seinem Sportteam. Alle Klassen der Klassenstufe 5 bis 8 machen mit, das sind rund 350 Schülerinnen und Schüler. Ausgedacht haben sich die AAG-Sportlehrkräfte einen „AAG-12_Kampf-Marathon“, in dem verschiedene Bewegungsaufgaben gelöst werden müssen, vor allen Dingen aus dem koordinativen Bewegungsspektrum.

„Jugend trainiert“ ist ein wichtiger Beitrag im deutschen Sport. Bei diesem Wettbewerb haben schon zahlreiche Sportgrößen mitgemacht und haben sich sogar den Traum von einer olympischen Medaille erfüllen können: Zum Beispiel der Schwimmer Michael Groß, die Hochspringerin Heike Henkel, der Tennisspieler Boris Becker, der Leichtathlet Robert Hartung und viele andere machten in diesem Schulsportwettbewerb mit.

Und so hoffen alle Verantwortlichen, dass der Aktionstag ein Zeichen setzen kann, dass der Schulsport lebt und alle Sportlehrkräfte sich für den Erhalt des Sports und die Einhaltung der Hygieneregeln einsetzen und somit einen Beitrag zur Eindämmung der Covid 19-Pandemie leisten können.

Ef